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Sind Sie möglicherweise hochsensibel?

Veröffentlicht am 16.07.2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders empfindsam statt überempfindlich und nicht belastbar ...?

 

  •  Fühlen Sie sich häufig „übermäßig“ gestresst und überfordert, reagieren „unnormal“ schnell erschöpft und gereizt, womöglich begleitet von körperlichen Symptomen?
  •  Erschrecken Sie leicht und reagieren empfindlich auf laute Geräusche, Gerüche oder visuelle Eindrücke, sind „wetterfühlig“ und schmerzempfindlich?
  •  Ziehen Sie sich regelmäßig in Ihr Schneckenhaus zurück? Galten Sie schon als Kind als introvertiert, schüchtern oder gar abweisend und fühlen sich auch heute noch häufig „anders“ oder als Außenseiter?
  •  Halten Sie sich selbst für „überempfindlich“ oder fühlten sich schon als Kind als Sensibelchen abgestempelt („Stell Dich doc nicht so an“)?

 

Wenn Sie sich von diesen Merkmalen angesprochen fühlen, sind das möglicherweise schon wertvolle Hinweise auf Ihre angeborene Hochsensiblität.

 

Was verbirgt sich hinter dem Wesenszug Hochsensibilität?

 

Hochsensibel zu sein, ist weder ein Makel noch eine Krankheit – als sogenannter  Hochsensibler Mensch (HSM) gehören Sie einfach zu den 15 – 20 %  an Menschen, die von Geburt an über eine besonders empfindsames Nervensystem verfügen und äußere Eindrücke sehr viel intensiver, unter Umständen komplett ungefiltert, wahrnehmen und verarbeiten als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sie sind deutlich feinfühliger und intuitiver veranlagt als viele Ihrer Mitmenschen, reagieren aber auch wesentlich eher überfordert und gestresst oder erschöpft auf äußere Reize, häufig sogar mit körperlichen Symptomen.

 

Man geht davon aus, dass Hochsensibilität erblich ist. Dass hochsensible Menschen bereits von Geburt an ein besonders hohes Maß an Informationen aus der Umwelt aufnehmen und verarbeiten und deshalb von klein auf kontinuierlich unter einer Art „Reizüberflutung“ leiden was, unentdeckt, psychisch und physisch zu einer Art Dauerbelastung führen kann. Diese äußert sich dann typischerweise in immer wiederkehrenden „Überreaktionen“ oder emotionaler Unausgeglichenheit, dem andauernden Gefühl von Überforderung oder chronischen Stresssymptomen. Erschöpfungssyndrome mit körperlichen Beschwerden, aber auch Angstzustände, Burnout und Depressionen können die Folge sein. Solange der Mechanismus dahinter nicht bekannt ist, ist es eigentlich nicht möglich, sich wirkungsvoll abzugrenzen. Rückzug („die Schotten dicht machen“) ist dann, insbesondere bei Kindern, häufig das einzige Mittel sich intuitiv selbst zu schützen. Auch eine höhere Impulsivität, das "sich wehren" in Form von Aggression oder Abwehr kann ein Indiz für die gefühlsmäßige Überforderung sein.

 

Das Phänomen der Hochsensibilität ist noch nicht allzu lang bekannt und erforscht, und der Mehrheit der Betroffenen oder auch den meisten Eltern nicht bewusst. Auch bei Lehrern, Psychologen oder Ärzten ist die Thematik bislang wenig präsent und in die Arbeit integriert, so dass die „Symptome“ der Hochsensibilität immer noch sehr häufig verkannt werden.

 

Für Viele HSM kann es enorm hilfreich sein, wenn sie für sich erkennen, warum sie „so“ sind und „so“ reagieren, dass sie vielleicht anders, aber keinesfalls „falsch“ sind. Wenn sie sich in ihrer vergleichsweise hohen Sensibilität positiv annehmen! Und dann im zweiten Schritt lernen, bewusster damit umzugehen und zu leben, irgendwann auch die positiven Aspekte einer besonderen Feinfühligkeit als Vorteile für sich zu nutzen.

 

Eine der Pionierinnen auf dem Gebiet der Hochsensibilität ist die amerikanische Psychologin und Psychotherapeutin Elaine Aron, selbst HSM, die sich im Rahmen ihrer Forschungen und Veröffentlichungen seit Jahren intensiv dem Thema widmet. Ihr Buch „Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen“  ist immer noch der Klassiker unter den Ratgebern. Es enthält auch den von ihr entwickelten Test, um herauszufinden, ob Sie möglicherweise zur Gruppe der hochsensiblen Menschen gehören. Für Eltern hochsensibler Kinder ist das Buch "Empfindsam erziehen: Tipps für die ersten 10 Lebensjahre des hochsensiblen Kindes" von Julie Leuze zu empfehlen.

 

Natürlich existieren auch im Internet inzwischen zahlreiche Seiten mit hilfreichen Informationen, darunter (-> zum Test)  https://hochsensitive.wordpress.com/tests/ oder http://www.zartbesaitet.net/ .

 

Fühlen Sie sich immer noch angesprochen? Dann kann die Beschäftigung damit möglicherweise zu einem völlig neuen Verständnis Ihrer Person und Ihres Wesens und zu einer wahren Befreiung führen.

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